26. Juli 2016 marzelstrecker

Hurricane Festival 2016

HURRICANE Festival – hier ist der Name Programm!

Das es beim Hurricane Festival in Scheeßel stürmisch und matschig zugeht, ist für das treue Stammpublikum schon fester Bestandteil des Line-Ups. Umso erfreulicher, dass für das diesjährige Festival-Wochenende schon tagelang zuvor perfektes Sommerwetter prognostiziert wurde.

Nach der Ankunft am frühen Donnerstagvormittag, zeigte sich der Sommer 2016 mal von seiner schönen und bis dahin sonst so seltenen Seite. Der Lorenz knallte vom Himmel und die ersten Besucher/innen streckten aufgrund der unausweichlichen Hitze schon vor dem Einlass unfreiwillig ihre Beine in die Luft.

Nach einem anstrengenden und heißen Aufbautag ging es abends krebsrot und verbrannt ins Zelt. Doch was in dieser Nacht passierte, werden die anwesenden Hurricanianer vermutlich nicht mehr so schnell vergessen. Der liebe Petrus hatte wohl Bock auf eine Welcome-Home-Party und dem Festivalnamen zum 20. jährigen Geburtstag mal wieder alle Ehre zu erweisen. Innerhalb kürzester Zeit war jeder schlagartig hellwach und erlebte ein unvergessliches Naturschauspiel. Petrus schmiss die Strobolichtmaschine an, es wurde zeitweise taghell und donnerte und blitze im Sekundentakt. Wasserfallartiger Regen setzte ein und alles was nicht niet und nagelfest war flog auf dem Campingfeld umher. 2 bis 3 mal schlugen Blitze in scheinbar unmittelbarer Nähe zum Campinggelände ein, sodass der Boden auf dem man lag spürbar bebte. Das ein oder andere Mal konnte man schreiende Menschen vernehmen, die umher rannten und nach einem neuen Unterschlupf suchten, nachdem Ihre Zelte kurzerhand geflutet wurden oder dem Sturm zum Opfer fielen. Da die Flucht ins Auto aufgrund des Entfernung und der unfassbaren Wetterverhältnisse unmöglich war, bliebt uns nur die Option im Zelt liegen zu bleiben und währenddessen zu beten, bloß nicht von einem der unzähligen Blitze getroffen zu werden. Unsere zum Teil neu erworbenen Zelte wurde dabei direkt auf Ihre wohl größte Zerreißprobe gestellt.

Am nächsten Morgen, als es sich weitgehend beruhigt hatte, sah man dann das ganze Ausmaß der Verwüstung und die ersten Besucherschwärme die teils notgedrungen mit Sack und Pack und nach nicht mal 24 Stunden wieder die Flucht nach Hause antraten.
Die folgenden beiden Tagen waren gezeichnet von Dauerregen, Konzertabsagen und Evakuierungsanordnungen die Autos aufzusuchen. Denn wie jeder weiß, am sichersten seid ihr im Auto.

Spätestens nachdem es am Samstag fast ununterbrochen regnete und der Boden irgendwann keine Flüssigkeit mehr aufnehmen konnte, erinnerten sowohl Festival- als auch Campinggelände mehr an eine Seen- und Moorlandschaft anstatt an grüne Wiesen und gepflügte Äcker. Dies hatte zwar zur Folge, dass eine Fortbewegung ohne Gummistiefel für die restliche Zeit von nun an unmöglich war, eröffnete aber auch neue Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben. Toilettengänge wurden zur Wattwanderung und das Duschzelt kurzerhand zum Discozelt umfunktioniert. Egal ob Matschrutschen, Stand Up Paddling oder sich mit der Luftmatratze auf einem der vielen kleinen neuen Seen treiben zu lassen, jeder fand eine Möglichkeit die musikfreie Zeit zu überbrücken, im einfachsten Fall auch einfach mit mehr Alkohol. Man muss halt einfach das Beste aus jeder Wetterlage machen, was in diesem Jahr wieder mustergültig unter Beweis gestellt wurde.

Am finalen Sonntag gab es dann doch nochmal Balsam für die Seele. Die Sonne schien, der Regen blieb aus und die übrig gebliebenen Besucher wurde mit einem tollen Festivaltag und viel guter Livemusik entschädigt.

Ein paar exemplarische analoge Eindrücke möchte ich Euch von dieser ganz besonderen Schlammschlacht, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, natürlich nicht vorenthalten.

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